Bei Netflix wird eine extrem unterhaltsame Fantasy-Serie übersehen: Dahinter steckt eines der großen Serien-Genies der letzten Jahre

Der Horrormonat Oktober steht bevor, Halloween kommt, einige haben schon Riesenkürbisse vorbestellt und holen ihre Kostüme bereits freudig aus dem Schrank. Warum also nicht schon jetzt ein wenig Spuk verbreiten? Eine Art Vorbereitung auf die Spooky Season, sozusagen. Und was passt besser zur Grusel-Einstimmung als ein seltsamer Hotelaufenthalt?
Wir laden alle Freund:innen von Mystery, Horror, Fantasy und guter Satire hiermit ins Haunted Hotel ein. Eine kleine, feine Serie bei Netflix, die letztes Jahr hinter großen Namen wie Monster: Die Geschichte von Ed Gein und den gruseligen Kinostarts zurücktreten musste und tragisch unbemerkt blieb. Dabei führt die Feder fürs Drehbuch ein Mann, der sich schon bei weltweit beliebten Serienphänomenen bewähren durfte.
In Haunted Hotel bei Netflix übernimmt eine Familie ein Hotel voller Geister, Dämonen und Monster
Katherine (Eliza Coupe) will einen Neuanfang. Gemeinsam mit ihren Kindern, dem introvertierten Teenager Ben (Skyler Gisondo) und der sich ständig in Schwierigkeiten bringenden Esther (Natalie Palamides) übernimmt sie das Hotel ihres verstorbenen Bruders Nathan (Will Forte). Ungewöhnlich daran ist allerdings, dass ihr Bruder ihr dabei unter die Arme greift.
Nathan ist wie unzählige ehemalige Gäste des Hotels ein Geist und sucht diesen Ort heim. Das ist allerdings nicht das einzig Ungewöhnliche. Auch uralte Monster treiben im Hotel und in den Wäldern darum herum ihr Unwesen. Selbst ein legendärer Dämon sitzt hier als Dauergast fest und stiftet Unruhe. Trotzdem lässt sich Katherine nicht unterkriegen: Sie wird das Hotel schon profitabel machen – koste es, was es wolle.
Haunted Hotel ist das herrliche unterhaltsame neue Projekt eines genialen Serienmachers
Matt Roller mag vielen auf den ersten Blick nicht sofort ein Begriff sein. Außer man ist Fan mancher Kultserien – Rick and Morty und Community zum Beispiel. Roller schrieb so einiges für das Sci-Fi-Phänomen, arbeitete mit Comedy-Legende Dan Harmon an mehreren Projekten und macht sich mit Haunted Hotel selbstständig. Das Ergebnis ist aus vielen Gründen eine lohnende Serien-Erfahrung.
Haunted Hotel ist schön blutig, aber auch immer wieder zum Schreien komisch. Die Serie nimmt massenweise Klischees auf den Arm, vom Slasher mit Gartenutensilien bis hin zur Apokalypse. Gleichzeitig ist sie eine riesige Liebeserklärung ans Horror- und Fantasy-Genre. Der bunte Haufen an völlig bekloppten Charakteren tut sein Übriges, um in jeder Sekunde zu unterhalten – allen voran Abbadon, der beste Dämon von allen.
Besonders hervorzuheben ist aber Rollers Händchen für tiefschwarzen Humor und erschreckend echte Gefühle. Unter all den kreativen Witzen schlummern menschliche Konflikte. Alte Wunden, Zukunftsängste, Familientragödien und Identitätskrisen – sie alle haben hier ihren Platz. Der Balanceakt zwischen Aufrichtigkeit und völlig überdrehtem Irrsinn ist einer, den Roller hier wie aus anderen Projekten gewohnt meistert.
Wer Rick and Morty, klassischen Horror oder Fantasy-Komödien liebt, sollte unbedingt ins Haunted Hotel einchecken – ganz einfach im Streaming-Abo bei Netflix.
Dieser Artikel erschien erstmals 2025 und wir haben ihn für euch aktualisiert.
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